Buchvorstellung: Christin Römer – Warum ich?

Lesedauer ca. 2 Minuten

Es beginnt alles mit einem „Warum“

In diesem kurzweiligen Buch geht es um depressive Störungen. Zu Beginn des Buches dürfen Leser:innen die Gedanken- und Gefühlsgänge der Protagonistin mitlesen. In diesem Buch wird auf eine tolle (und reimende!) Art aufgezeigt an welchen Stellen depressive Personen leiden.

Eine besondere Art von Psychoedukation

In der Psychotherapie würde ich mit Patient:innen die Entstehung und die Symptomatik gemeinsam erarbeiten. In diesem Buch wird es auch getan. Jedoch gut verpackt in eine szenerische Geschichte. In den Passagen werden die Symptome gut beschrieben und durch starke Illustrationen unterstrichen. Es werden im Fließtext Symptome wie z.B. Grübeln, Einsamkeitsgefühle, Schwarz-Weiß-Denken, somatische Beschwerden, Selbstverurteilung, Schwermut, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Alienationsgefühle (sich als fremd empfinden, so dass andere einen nicht verstehen) beschrieben. Um an dieser Stelle nur einige davon zu nennen.

Diese Buchpassage fand ich beispielsweise berührend:

„Warum kann ich oft nicht sehen, das mich jemand liebt? Und, das es auch gute Freunde gibt. Warum kann ich keinem von meinen Sorgen erzählen und von den Gedanken, die mich grad quälen?“

Entstigmatisierung

Einerseits wird die Erlebniswelt einer depressiven Person dargestellt, andererseits auch wie Angehörige aus der Familie reagieren. In dem Fall, dass sich professionelle Hilfe geholt werden darf. Damit spiegelt das Buch auch den aktuellen Zeitgeist wider. Die Gesellschaft macht immer weniger die Augen vor psychischen Störungen zu. Die Message ist also deutlich: Wenn es dir nicht gut geht, darfst du dir Hilfe holen. Und darüber hinaus, kannst du auch lernen in Zukunft anders mit dir umzugehen.

Für wen eignet sich das Buch?

Ich würde an dieser Stelle sagen: Es ist ein Dreierlei. Als Therapeut kann ich mir gut vorstellen dieses Buch im Regal in der Praxis stehen zu haben. Als zweites habe ich an betroffene Personen gedacht. Ich denke, dass dadurch eine Relativierung des eigenen Leids möglich ist. Es wird vermittelt, dass Betroffene damit nicht alleine sind. Und dass das was sie erleben inzwischen etwas sehr anerkanntes ist! Und zu guter Letzt könnte ich mir das Buch für Angehörige von betroffenen Personen gut vorstellen. Denn viele Angehörige wissen immer noch recht wenig über eine depressive Störung. Dadurch können beispielsweise Überforderungsgefühle entstehen. Ich finde, dass auch durch die kurze Länge des Buchs, die Hemmschwelle sich damit zu beschäftigen, ziemlich gering gehalten wird.

Daten und Weiterleitungen zum Buch

  • Autorin: Christin Römer
  • Titel: Warum ich?
  • Herausgeber: Paramon (7. Oktober 2021)
  • Sprache: Deutsch
  • Gebundene Ausgabe: 34 Seiten
  • ISBN-10: 3038307327
  • ISBN-13: 978-3038307327

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